Alte Signatur | | Provenienz | Ronald-Steckel-Archiv | Ort | | Bemerkungen | Das "Ohrenlicht" ist ein akustischer Essay über die Genauigkeit des Hörens. Die Hauptfigur ist ein Computer, der im Verlaufe eines Gesprächs mit einem Musiker dessen akustisches Gedächtnis unter- sucht. Die Fragmente, die er zutagefördert, setzen sich zu einem paradoxen Bild zusammen. Träume, Visionen, Phantasien, Erinnerungen an Gespräche und Klangfelder von fast surrealer Intensität. Verschiedene Personen, die in der Erinnerung des Musikers eine wesentliche Rolle spielen, werden auf ihren Wirklichkeitsgehalt befragt. Sind es Personen, die es tatsächlich gegeben hat, oder Gestalten des Unbewußten, denen nicht mehr Realität zukommt als den Figuren eines Traumes? Am Ende des Gesprächs kommt der Computer zu einem überraschenden Ergebnis: "Ebenso wie ich eine Simulation deiner Intelligenz bin, bist du die Simulation einer anderen Intelligenz, die ich wahrzunehmen beginne." Und er zieht aus dieser Erkenntnis einen unerwarteten Schluß. Das Hörspiel wurde mit einer im Rundfunk erst selten eingesetzten Mikrofontechnik (der Jecklin-Scheibe) außerhalb des Studios aufgenommen.
Die musikalische Bearbeitung und Mischung fand in einem elektronischen Studio statt, das über modernste Computertechnik verfügt. In den szenischen Klangcollagen und Montagen des Stückes erscheint die Sprache nicht als hauptsächlicher Bedeutungsträger, sondern als Grenzfall zwischen Geräusch und Musik. (Quelle: HÖRDAT) | | Person/Institution | Steckel, Ronald (28. März 1945 - 26. Juni 2024) | , Autor/in | |
| Weitere Personen/Institutionen | | | Indexbegriffe | Personenindex: Gerhardt, Ulrich Personenindex: Mondshine, Clara Personenindex: Steckel, Ronald
| Technische Daten | Aufnahmegeschwindigkeit: 38 cm/s Format: 2-Spur
| Umfang | 4 Tonbänder von 4 | | Objektspezifische Felder | Premiere | 1984 | Produktion | SFB / NDR / WDR | |
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