Signatur | Felsenstein-Walter 2955 |
Betreuende Archivabteilung | Darstellende Kunst Bestand: Darstellende Kunst |
Bestand | Walter-Felsenstein-Archiv |
Klassifikation | 3.1. Korrespondenz / Privatpersonen |
Titel | Wolfgang Hammerschmidt |
Enthält | 3 Briefe an Walter Felsenstein 3 Briefe von Walter Felsenstein Enthält auch: - Aktennotiz von W. Hammerschmidt vom 20.2.1960 - 1 Brief der Komischen Oper, Paul Motzkat, an den Magistrat von Groß-Berlin vom 8.3.1960 - Programmheftseite "Hoffmanns Erzählungen" mit dem Artikel von Georg Lukács - 2 Aktennotizen von W. Hammerschmidt vom 3. und 28.3.1960 - 2 Zeitungsausschnitte mit Abschriften vom 4.6.1960 - 2 Stellungnahmen von W. Hammerschmidt für ADN (Allgemeine Deutsche Nachrichtenagentur) vom 7.6.1960 - Urlaubsgesuch vom 9.6.1960 - 1 Zeitungsausschnitt, aus: DIE WELT vom 8.9.1960 "Die Wahrheit über Felsensteins Dilemma, 'Druck' oder nicht: das ist die Frage - Antwort gibt der ehemalige Chefdramaturg" - Vertrauliche Anweisung des Verwaltungsdirektors an die Pförtner, o. D. - Aushang des Verwaltungsdirektors an die Mitarbeiter der Komischen Oper vom 10.9.1960 - 1 Brief von W. Hammerschmidt an Paul Motzkat vom 14.10.1960 - Notiz und Entwurf des Aushangs für alle Mitarbeiter der Komischen Oper vom 16.4.1961 Betrifft: - Vorgang um den Artikel von Georg Lukács im Programmheft zu "Hoffmanns Erzählungen" - Anweisung vom Magistrat, den Artikel zu entfernen - Hammerschmidt erklärt, erst im 3. Quartal eine Änderung bei der Druckerei ermöglichen zu können - Meldung westlicher Zeitungen, dass Hammerschmidt seinen Posten als Chefdramaturg gekündigt habe wegen der Eingriffe in seine "künstlerische Unabhängigkeit", das Programmheft hätte "eingestampft" werden müssen - Felsenstein fordert sofortige Stellungnahme von Hammerschmidt - Hammerschmidt gibt seine Stellungnahme an ADN, dass er seine Kündigung nicht begründet habe, denn die Gründe seien "nicht nur politisch", sondern "vorwiegend rein persönlich" - Felsenstein moniert, dass die Stellungnahme kein Dementi sei, sondern "die Angelegenheit noch geheimnisvoller erscheinen lässt", Felsenstein fragt, wozu er "gezwungen" worden sei, was er "nicht verantworten konnte", das Programmheft sei nicht eingestampft worden, er sieht, dass das "Einvernehmen ... durch Ihr für mich unverständliches Verhalten entscheidend gestört ist" - Hammerschmidt entgegnet, dass der "Druck dem Theater und seinen Veröffentlichungen" galt; zählt weitere politische Pressionen auf; bezieht sich auch auf die von Felsenstein abgelehnte "politisch begründete Lüge" der Absage für Schwetzingen, ein Gastspiel, das ohne Hammerschmidts "eigenmächtiges Handeln gescheitert" wäre - Artikel von Hammerschmidt in der WELT - Anweisung, dass Hammerschmidt nicht das Gelände der Komischen Oper betreten dürfe - Aushang von Paul Motzkat an die Mitarbeiter über den gesamten Vorfall - Hammerschmidt antwortet darauf - Brief des ZK (S. Wagner) an W. Ulbricht über den Artikel in der "Welt am Sonntag": "Kurswechsel jetzt auch an der Komischen Oper? SED-Funktionäre haben die Macht ergriffen" und den Artikel Hammerschmidts; Wagner bezeichnet die schriftliche Anweisung des Magistrats zum Neudruck, der veröffentlicht wurde, als "groben politischen Fehler", die "erforderliche Wachsamkeit" habe gefehlt, Hammerschmidt habe den Artikel nach seiner Kündigung "gestohlen"; Wagner führt weiter aus: "Wir haben nicht darauf bestanden, dass dieses Programmheft eingezogen wird ... in dem dargelegt wird, dass E. T. A. Hoffmann ein Romantiker ist"; Felsenstein sei auf der Pressekonferenz am 3.9.1960 "ausgezeichnet aufgetreten" und habe Loyalität gegenüber dem demokratischen Sektor gefordert; es sei ein Parteiverfahren gegen den "Genossen Motzkat wegen grober Verletzung der Wachsamkeit" eingeleitet worden; Felsenstein (und seine neuen Mitarbeiter Horst Seeger und Kurt Masur) habe sich auf einer Beratung mit "den Genossen Abusch, Genosse Rodenberg, Genosse Pischner", dem Magistrat und dem ZK beschwert, "dass man ihm als Parteilosen nicht genügend vertraut"; notwendige Schritte sollen eingeleitet werden - Hammerschmidt beschwert sich bei Felsenstein, dass er des Hauses verwiesen worden sei und teilt mit, welche Formulierungen die Presse von ihm erwartet habe, gegen die er sich erfolgreich zur Wehr gesetzt habe und somit die Komische Oper vor Schlimmerem bewahrt; fragt, ob Felsenstein über Art und Ton des Hausverbots informiert gewesen sei - Felsenstein antwortet, dass er keine Auseinandersetzungen mehr wünsche; er bedauert das "niveaulose Vorkommnis"; von einem "Hausverbot" sei ihm nichts bekannt gewesen - Hammerschmidt antwortet mit einem letzten Brief, da Felsenstein "keine weiteren Auseinandersetzungen wünsche"; listet die Unrichtigkeiten von Felsensteins Ausführungen auf; er bedauere nicht, dass er den Artikel in der "WELT" geschrieben habe, sondern "wie ich ihn schrieb" - Becher-Interview "Lukács weigert sich, Erklärung abzugeben" und Brief von J. R. Becher an Walter Ulbricht vom 31.7.1958 |
Datierung | 20. Februar 1960 - 14. Mai 1961 |
Sortierfeld | Hammerschmidt, Wolfgang |
Objekttyp | Korrespondenz |
Status des Bestands | extern |
Freigabe | wie Bestand |
Basisdaten | Mediadaten | Zusatzdokumente | |||||||||||||||||||||||||||
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